Ransomware wird als stark zunehmende Cyber-Bedrohung beschrieben, die Unternehmen und Regierungsstellen immer häufiger trifft und dabei stetig höhere Forderungen stellt. Mehr als 61 % der Unternehmen waren im letzten Jahr betroffen, und etwa ein Drittel hat das Lösegeld bezahlt; gleichzeitig werden die weltweiten Schäden für 2016 auf rund eine Milliarde US-Dollar geschätzt. Das Bezahlen wird als riskant eingeordnet, weil es keine verlässliche Wiederherstellung garantiert und zugleich die weitere Ausbreitung von Cyberkriminalität finanziell begünstigt.
Es werden drei Hauptformen unterschieden: Scareware, Screenlocker und Kryptotrojaner. Scareware arbeitet meist mit Pop-up-Fenstern, die Nutzer zu bösartigen Webseiten oder teuren „Support-Hotlines“ lenken. Screenlocker können den Zugriff auf das gesamte Betriebssystem sperren und teils den „Blue Screen of Death“ imitieren. Kryptotrojaner verschlüsseln Dateien auf der Festplatte; nach erfolgter Verschlüsselung ist eine Entschlüsselung oft kaum möglich, selbst wenn gezahlt wird.
Als häufigste Einfallswege gelten Phishing-Mails mit Anhängen oder Links, Office-Dokumente mit Makros sowie Drive-by-Downloads und Malvertising. Die wirtschaftlichen Auswirkungen entstehen durch Datenschutzkosten sowie Daten- und Produktivitätsverluste. Als Gegenmaßnahmen wird eine mehrschichtige Sicherheitsarchitektur empfohlen: konsequentes Security-Training, das Deaktivieren von Office-Makros, Web- und Mail-Filterung mit Inline-Inspektion und aktuellen Threat-Intelligence-Daten, moderne Endpoint-Sicherheit mit Verhaltensanalyse, Least-Privilege, Application-Whitelisting und schnellem Patching. Ergänzend werden umfassende Backups (auch für Desktops und Laptops) sowie automatisierte Prozesse zur Bereinigung und Wiederherstellung zur Reduktion von Ausfallzeiten gefordert.
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