Geeignete Mitarbeiter für ein Cyber Defense Center (CDC), Security Operations Center (SOC) oder ein IT-Sicherheitsteam zu finden, ist schwierig, weil die Nachfrage nach qualifizierten Fachkräften das Angebot deutlich übersteigt. Diese Personallücke lässt sich nicht durch reine Rekrutierung schließen, sondern nur durch eine kombinierte Strategie aus Ausbildung, Dienstleistungen und Werkzeugen. Ausbildung bedeutet, gezielt Potenziale im bestehenden IT-Team zu identifizieren (insbesondere analytische Fähigkeiten) und parallel Nachwuchs über Hochschulkooperationen sowie professionelle Trainings aufzubauen. Da Cybersicherheit komplex ist und Kompetenzaufbau Jahre dauert, reicht Training allein nicht aus, um Wissens- und Kapazitätslücken kurzfristig zu schließen.
Managed Security Service Provider (MSSPs) werden als zentrale Ergänzung beschrieben: Sie nutzen Skaleneffekte, können teure Spezialisten effizient einsetzen und Teams bei fehlendem Wissen oder fehlender Kapazität unterstützen. Dafür müssen Organisationen eigene Fähigkeitslücken bestimmen, passende MSSPs auswählen (kompatibel mit den vorhandenen Werkzeugen) und gemeinsame Dienste sowie Prozesse definieren, einschließlich Incident- und Breach-Management und der zunehmend erforderlichen Benachrichtigung externer Stellen. Besonders für KMUs kann auch ein vollständig externer Betrieb eines CDCs eine Option sein; größere Unternehmen benötigen typischerweise Mischmodelle, um Infrastruktur- und Anwendungsspezifika abzudecken.
Werkzeuge sind notwendig, aber allein keine Lösung: Sie helfen beim Erkennen, Analysieren, Klassifizieren und Reagieren auf Ereignisse, funktionieren jedoch nur mit ausreichendem Know-how und passenden Prozessen. Ziel eines effizienten CDCs ist es, den „grauen Bereich“ unbekannter Ereignisse zu minimieren, da dieser den höchsten Analyseaufwand und die größten Risiken verursacht. Dafür sind risikobasierte Toolauswahl, schlanke Portfolios sowie moderne Ansätze wie Threat Intelligence, Security Intelligence Platforms (SIPs/RTSI), SIEM und kognitive Sicherheitswerkzeuge entscheidend—gestützt durch ISMS, Risikomanagement und definierte Incident-&-Breach-Response-Methoden.
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