Delphix ist ein privat geführtes Softwareunternehmen mit Sitz in Redwood City (Kalifornien), gegründet 2008, das weltweit über 300 Enterprise-Kunden bedient, darunter 30 % der Fortune-100-Unternehmen. Vor dem Hintergrund digitaler Transformation, Cloud-Computing, IoT und DevOps steigt die Geschwindigkeit der Softwareentwicklung, gleichzeitig wachsen Datenmengen, Datenformate und Datensilos exponentiell. Daten sind schwerer zu pflegen und zu schützen als reine Computing-Ressourcen, besonders wenn Silos in die Cloud wandern: Administratoren verlieren operative Kontrolle, bleiben aber für Verfügbarkeit, Integrität und Vertraulichkeit verantwortlich. Strenge Compliance-Anforderungen wie die EU-DSGVO erhöhen zudem die Kosten von Datenschutzverstößen deutlich. Daraus entsteht „Datenreibung“ zwischen Teams, weil Datenaustausch schnell, reibungslos und sicher funktionieren soll, während DataOps-Methoden außerhalb der Entwicklung erst allmählich verbreitet sind.
Als Antwort positioniert Delphix die Dynamic Data Platform: eine integrierte, softwarebasierte DataOps-Plattform für Datenvirtualisierung, Datenbereitstellung und Absicherung in lokalen, Cloud- und Hybrid-Umgebungen. Sie erstellt virtuelle Kopien, die wie lokale Datenbankinstanzen erscheinen, ohne dass Daten physisch vielfach extrahiert und repliziert werden müssen. Technisch basiert dies auf Snapshots, inkrementellen Updates und kontinuierlicher Änderungsprotokollierung, wodurch Wiederherstellungspunkte jederzeit verfügbar sind. Effiziente Komprimierung, Block-Level-Deduplizierung (über ZFS) und Caching ermöglichen viele Kopien mit geringem Speicher- und Performance-Overhead; eine Kopie kann bis zu viermal weniger Speicher benötigen als die Quelle. Ergänzend integriert Delphix Data Masking und (umkehrbare) Tokenisierung zur automatisierten Erkennung und Verfremdung sensibler Daten, inklusive vorkonfigurierter Richtlinien zur DSGVO-konformen Pseudonymisierung. Self-Service „Daten-Pods“ liefern Daten samt Governance-Attributen, Richtlinien und Steuerungsfunktionen. Stärken liegen in Breite der Quellunterstützung, Hybrid-Fähigkeit und Automatisierung; Grenzen bestehen bei Datenschutzfunktionen (Masking statt Verschlüsselung) sowie bei Monitoring/Reporting.
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